HSG Schleswig

Die HSG bewahrt den kühlen Kopf

Spielbericht HSG Schleswig I – HC Treia/Jübek II 24:23 (12:13)

Das Spitzenspiel des drittletzten Spieltages der Kreisliga Männer sollte ein ganz besonderes werden. Der Tabellenerste aus Treia war zu Gast in der nahezu „ausverkauften“ Bretterhalle des Zweitplatzierten, der HSG Schleswig 1.
Seitdem SIF am vergangenen Wochenende durch das verlorene Stadtderby im Kampf um die Meisterschaft ausgestiegen war, war es abzuwarten, ob sich die HSG eine letzte Chance im Kampf um die Meisterschaft wahren wollte, oder nicht.
Beide Mannschaften waren früh in der Halle und konnten den Anpfiff kaum erwarten.
Als Schiedsrichter Laß die Partie anpfiff, begann das Spiel auf Augenhöhe. Keine der Mannschaften schenkte der anderen e

twas. Beide wussten, worum es ging.
Die Treianer eröffneten den Torreigen. Nach zehn Minuten gelang es den Schleswigern , sich auf zwei Tore abzusetzen. Die Gäste zeigten sich davon jedoch wenig beeindruckt und antworteten prompt. Eine Drei-Tore-Führung in der 22. Minute war das Resultat.
Die Hausherren konnten sich bis zur 29. Minute noch einmal aufbäumen und schafften den Ausgleich. Nicht zuletzt war auf den A-Jugendlichen René Hansen (6 Tore) auf dem rechten Flügel in entscheidenden Phasen des Spiels immer wieder Verlass.
Mit dem Pausenpfiff gelang es den Treianern durch eine starke Einzelaktion von Johann Bülow die Nase leicht vorn zu behalten.

Nach dem Seitenwechsel fand der HC besser ins Spiel und so ließ die erste Führung der Gastgeber lange auf sich warten…
Genau gesagt bis zur 59. Minute. Bis dahin führte Treia meist und mindestens mit einem Tor.
In der 50. Minute erzielte Schleswig den Ausgleich und von da an ging es hin und her.
Die agressive 6:0 der Schleswiger gelang es zum Ende hin, dem Treianer Rückraum den Schneid abzukaufen.
Trainer Ingo Schmidt merkte, dass seine Mannschaft noch eine Chance hatte und so legte er kurz vor Schluss die grüne Karte, um seine Mannschaft noch einmal für die letzten 90 Sekunden taktisch genau einzustellen.
Es sollte sich als Geniestreich erweisen und so bekamen die gut 100 Zuschauer in der Schlussphase ein Spiel zu sehen, wie es spannender nicht hätte sein können und sogar den einen oder anderen Tatort vergessen ließ.
Die Zuschauer spürten zugleich aber auch, dass die HSG in den letzten Schlussminuten ihre Unterstützung brauchte und so peitschten sie ihre Mannschaft mit lautstarken „H-S-G- Rufen“ nach vorn.
15 Sekunden vor Schluss stockte allen in der Halle noch einmal der Atem. Sieben- Meter für Treia. Torwartwechsel bei der HSG. Auf die Platte kam Hayati Dönmez, der sich in den vergangenen Spielen völlig zu Recht zu einem wahren „Sieben-Meter-Killer“ gemausert hatte. Seine Bilanz wies 7/8 gehaltene Sieben-Meter aus.
Jan Möller trat an und vergab. Nicht zuletzt auch wegen der gellenden „Hayati-Rufen“ von der Bank und der Tribüne. Sie erhöhten den Druck auf den Schützen und stärkten Hayati den Rücken. So landete der Ball schließlich neben dem Tor.
Die HSG war nun wieder im Angriff und spielte die letzten Sekunden herunter. Auch die Mann-Deckung der Gäste nützte nichts mehr.
Somit war es perfekt. Das wohl spannendste Saisonfinale der Kreisliga Männer seit langem steht nun bevor. Schafft es die HSG in zwei Spielen das Torverhältnis von -16 Toren aufzuholen?

Tore:
HSG I: Baumann (7), Hansen (6), Buttler (3), Ruge, Naeve, Boyer (je 2), D. Knuth, Behrens (je 1)
HC T/J II: Brandenburg (5), Kruse (4), Köppl, Bülow, Roß (je 3), Plähn, Naler (je 2), Marxen (1)

 

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